Mittwoch, 21. Juni 2017

Color Club "Back to boho: For the modern bohemian" Blue-topia

Oh, was habe ich mich auf den heutigen Mittwoch gefreut - Marineblau ist für mich immer wieder eine große Freude, da ich dunkle Blautöne absolut grandios finde. Dieses Mal war es allerdings gar nicht so leicht, im unlackierten Teil meiner Sammlung noch einen wirklich stimmigen Ton zu finden... Letztlich habe ich mich auf den Eindruck im Fläschchen verlassen und musste mal wieder feststellen, dass der eine oder andere Lack sich auf den Nägeln ganz anders zeigt...

Die Reder ist heute von "Blue-topia" von Color Club, den ich vor Urzeiten mit seinen Geschwisterchen in einem Bundle (bzw. genau genommen: zwei Bundles) der "Back to boho"-Kollektion gekauft habe. Der Lack stand also schon den einen oder anderen Tag und ich gestehe ehrlich, dass ich ihn weitestgehend schon wieder vergessen hatte - bis ich mich auf die Suche nach Marineblau machen musste...
Da fiel mir das Fläschchen wieder in die Hand und nachdem ich den Lack ordentlich geschüttelt hatte, ging es auch schon ans fröhliche Lackieren. Trotz schmalem Pinsel gelingt der Auftrag hier sehr gut, das liegt aber einfach an der phänomenalen Konsistenz von "Blue-topia", dem die lange Stehzeit so absolut gar nichts ausgemacht hat. Der Lack ist schön flüssig, ohne zu dünn zu sein, und zeigt auch schon bei der ersten Lackschicht, dass das wirklich ein ganz schön dunkles Dunkelblau ist. Eine zweite Schicht macht das Ergebnis dann nicht nur schön gleichmäßig, sondern vor allem auch sehr, sehr, sehr dunkel! Die Trockenzeit des Lacks ist im eher kurzen Rahmen gehalten, auch wenn der Color Club einem nicht beim Lackieren unter den Nägeln wegtrocknet - das finde ich gerade bei diesem Farbton wirklich gut, da man so ein bisschen korrigieren und damit die Ränder ansehnlicher gestalten kann (wenn einem denn auffällt, dass man nicht gar so perfekt lackiert hat - am kleinen Finger sieht man dann doch, dass ich ein bisschen gepennt habe).
Farblich ist die Beschreibung heute denkbar einfach: Ein tiefdunkles Blau, das auf den Nägeln noch einige Nuancen dunkler ist als das Fläschchen vermuten lässt. Im Flakon würde ich "Blue-topia" ja tatsächlich als den perfekten Marineblauton bezeichnen - auf den Nägeln kommt er eher als Mitternachtsblau rüber, ist schon nahezu schwarz. Um jetzt noch die Kurve zu Marine zu bekommen, könnte ich ja ganz dreist sagen, dass das tatsächlich sehr nahe dran ist an der Uniformfarbe der deutschen Marinesoldaten - das ist nämlich auch ein beinahe Schwarz aussehendes Dunkelblau! Aber ich gebe gerne zu, dass der Lack auf den Nägeln ein bisschen arg dunkel aussieht - nichtsdestotrotz ist das ein absolut traumhafter Blauton, der sich weitgehend als Schwarz tarnt, aber zumindest im Bereich der Nagelränder sehr klar als Blau zu erkennen ist. Die erste Lackschicht würde auch noch farblich eindeutig passen, aber die war mir dann ein bisschen zu unregelmäßig und "Blue-topia" ist einfach nicht dafür gedacht, als Onecoater zu fungieren.
Natürlich habe ich vor mich hingegrübelt, was ich denn für ein Design passend zum Lack im Angebot habe, und habe mich dabei wirklich durch meine komplette Stampingplattensammlung gewühlt. Auf der Suche nach einem marinetauglichen Motiv, bin ich schier verzweifelt - und als ich dann eins hatte, wollte es nicht so auf den Stamper, wie ich mir das vorgestellt habe... Also bin ich statt bei Ankern oder Wellen letztlich bei der XL-25 von Bundle Monster gelandet und habe mit MoYou's "Beach House" ein paar Muschel- und Schneckenschalen auf den Ring- und Mittelfinger gestampt. Das ergibt zu "Blue-topia" mit seinem Cremefinish einen hübschen farblichen Kontrast - Hellblau und Dunkelblau geht ja bekanntlich immer! Allerdings fand ich das Stamping so noch nicht spannend genug, also habe ich mir Catrice "ApHolo 7" geschnappt und das gleiche Motiv mit dem hellblauen Holo nochmal drübergestampt. Eigentlich wollte ich ja nur mit dem Catrice stempeln, aber da der Lack wenig eigene Farbanteile hat, wäre das nur ein Schimmerhologestempel gewesen, das sich nicht so klar von der Basisfarbe abgehoben hätte.
So bildet das Hellblau von "Beach House" die farbliche Base und wurde einfach mit dem Catrice noch etwas beschimmert, was den leicht perlmuttigen Eindruck der Muscheln noch verstärkt. Leider ließ sich das Geschimmer nicht so wirklich gut mit der Kamera einfangen, da mir auch das natürliche Licht zum Knipsen ausgegangen ist... Für eine etwas längere Haltbarkeit habe ich das Doppelstamping auch noch mit Topcoat versiegelt, was dann leider ein bisschen was vom Effekt des Hololacks verschluckt hat - ohne Topper ist das Schimmern ein bisschen rauer und deutlicher, so liegt der Holoeffekt mal wieder etwas "tiefer" im Lack und fällt nicht mehr so auf. Nichtsdestotrotz mag ich sowohl das Motiv als auch das Ergebnis, auch wenn ich eigentlich etwas anderes im Kopf gehabt hatte. Aber irgendwie scheine ich nicht allzu viele maritime Motive in meinem Stampingangebot zu haben - was natürlich die perfekte Ausrede ist, um mehr Stampingplatten zu kaufen *ähem*.
Was die Haltbarkeit von "Blue-topia" angeht, kann ich dank Topcoat nichts Negatives berichten (mal davon abgesehen, dass ich mir mit dem Topcoat ein paar Bläschen in den Lack lackiert habe). Natürlich fällt Tipwear hier schneller auf, entwickelt sich aber nicht übermäßig zügig. Beim Ablackieren musste ich etwas aufpassen, um mir die Nagelhäute nicht einzusauen, aber ein zusätzliches Wattepad hilft auch da. In der Summe muss ich sagen, dass das für mich ein kleiner Traum von Lack ist - solches tiefdunkle Blau trifft einfach voll und ganz meinen Geschmack!

Nachdem es diese Woche zumindest bei mir sehr dunkel war, braucht es für kommenden Mittwoch wieder einen deutlichen Kontrast - und viel deutlicher als mit Weiß geht es ja kaum!

Sonntag, 18. Juni 2017

CND Vinylux "Craft culture" #228 Hand fired

Nach einer wirklich sehr anstrengenden Urlaubswoche, die mich eindeutig mehr Kraft und Nerven gekostet hat als die paar Tage davor und danach wieder auffüllen konnten, gibt's heute meinen "Urlaubslack". Ich habe tatsächlich in der einen Woche nur diesen Lack getragen - einerseits, weil ich schlicht und ergreifend keine Zeit hatte, zu lackieren, andererseits, weil ich auch einfach mal schauen wollte, ob die CND Vinylux-Lacke tatsächlich halten, was sie versprechen!

Darum gibt es heute nach "Denim patch" gibt es heute meinen zweiten CND Vinylux-Lack, den ich über den BloggerClub erhalten habe. "Hand fired" stammt ebenfalls aus der "Craft culture"-Kollektion und passt vom Farbton her natürlich perfekt in den Herbst, ich trage aber bekanntlich immer das, worauf ich gerade Lust habe und mich hat der Lack in dieser Frühlingswoche unglaublich angelacht.
Der Auftrag war auch bei diesem Lack ein Gedicht - der Pinsel ist toll, die Flaschenöffnung groß genug, um gemütlich Lack aufzunehmen und abzustreifen, wenn nötig. Der Lack selbst hat eine super Konsistenz und das Lackieren macht einfach Spaß und geht gut von der Hand. Die erste (bei mir wie immer dünne) Schicht bringt schon ordentlich Farbe auf den Nagel, etwas dicker lackiert reicht das aus meiner Sicht auch vollkommen aus. Die zweite Schicht kann man dank kurzer Trockenzeit sehr zügig auftragen, das tut aus meiner Sicht aber nichts an der Farbintensität, aber Gewohnheit ist bekanntlich Gewohnheit und wenn man den Lack wirklich auf seine Haltbarkeit testen will, sind zwei Schichten brav nach Anweisung sicherlich angemessener. Beim Lackieren scheint "Hand fired" noch ein bisschen streifig zu sein, das trocknet sich aber deutlich aus, sodass das Finish ziemlich eben ist. Mit dem dazugehörigen "Weekly topcoat" habe ich meine zwei Schichten noch versiegelt, wobei das vom Finish und Glanz her gar nicht nötig gewesen wäre.
Farblich ist "Hand fired" laut Herstellerangabe ein "bräunliches Rot mit schimmerndem Finish" - dem kann ich so durchaus zustimmen, ich würde den Lack sogar eher noch in die kupferne Ecke stecken, da er für mich doch deutlicher Braun denn Rot ist. Das hängt allerdings auch ein bisschen von den Lichtverhältnissen ab, die den CND Vinylux mal etwas rötlicher, mal deutlicher braunstichig zeigen. Das schimmernde Finish zeigt sich nicht nur im Fläschchen sehr deutlich, sondern auch ganz klar auf den Nägeln, wobei man dem Lack hier vielleicht einen winzigen Hauch von Streifigkeit zusprechen könnte - das fällt allerdings mal wieder nur dem gemeinen Kameraauge auf, mit bloßem Auge ist das gar nicht zu erkennen. Auch wenn das eigentlich eine Herbst-LE ist, muss ich ja sagen, dass so ein Farbton aus meiner Sicht das ganze Jahr über geht - und vor allem auch farblich zu so ziemlich allem passt, also ein richtiger Allrounder ist. Mir gefällt dieses Rostrot sehr, da es eben kein großer Klassiker ist, sondern ein bisschen raffinierter und vor allem mit dem schönen Schimmer aufwarten kann.
Da ich es zumindest für diesen Sonntag geschafft habe, den Lack nochmal zu lackieren und zu knipsen, dürfte klar sein, dass ich das vorwiegend für die #31DC2017weekly gemacht habe. Diese Woche ist als Thema "Geometric" dran, darum habe ich mal wieder die BP-L054 bemüht (so wie schon *hier*), um eines der hübschen Muster auf die Nägel zu bringen. Als Stampinglack habe ich essie's "Penny talk" bemüht - nicht nur, weil der Lack ein Stampingklassiker ist, sondern auch, weil ich dieses helle Kupfer oder Roségold als unglaublich passend zum rostroten Kupferton von "Hand fired" empfunden habe. Auch dieses Mal habe ich mir eines der länglichen Motive herausgesucht - momentan habe ich einfach ein Faible für dieses quadratischen Muster - und das mal wieder auf Ring- und Mittelfinger gestempelt. Geschickterweise passt das dann auch hervorragend zum heutigen "Stamping Sonntag"!
Ich mag nicht nur das Muster, sondern auch den Kontrast zwischen den beiden Lacken und hatte schon kurz übers Mattieren nachgedacht - aber dann wäre mir das alles zu stumpf geworden. So zeigt sich "Hand fired" auch unter dem metallischen Muster noch schön schimmrig mit seinem leichten Glühen und irgendwie ist dieses korrekte und gleichmäßige Motiv auch durchaus ein Kontrast zu dem organisch-gleichmäßig-fließenden Finish - wenn man es denn so sehen möchte. Ich mag die Kombination und bin von der Stampingplatte zunehmend begeistert, auch wenn ich sonst nicht so der große Fan von solchen geometrisch angehauchten Motiven war. Da ich - wie so oft - Bammel davor hatte, mir die Mani mit einem Topcoat zu verschmieren, habe ich hier auf eine schützende Schicht verzichtet, was natürlich die Haltbarkeit des Stampings deutlich einschränkt.
Die Haltbarkeit ist bei diesen Lacken ja der große Pluspunkt - zumindest laut Aufdruck ist das ja ein "weekly polish". Auch wenn ich keine Fotos parat habe, muss ich sagen: Das kann ich so unterschreiben! Ich habe mir zwar kurz nach dem Lackieren, als der Lack noch nicht komplett trocken war, beim Packen ein paar Macken in den Lack gehauen, aber nach sieben Tagen hatte ich kaum Tipwear und nur drei Eckchen / Ränder pro Hand verloren - und das, obwohl ich allerhand Schindluder mit meinen Pfötchen betrieben habe. Ein großes Lob an CND Vinylux - das sind für mich bisher tatsächlich die ersten Lacke, die wirklich halten, was sie versprechen!

"Hand fired" wurde mir kosten- und bedingungslos von Blogger Club zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 14. Juni 2017

China Glaze "Core" Shocking pink

Rosa war schon immer ein schwieriger Farbton für mich, aber dieses Mal habe ich es mir selbst auch noch ganz schön schwer gemacht, gehöre ich doch zu der Sorte Mensch, die eine klare Unterscheidung zwischen "Rosa" und "Pink" macht. Rosa sind für mich die feineren, zarteren und helleren Nuancen, Pink hingegen die intensiveren, vielleicht auch etwas wärmeren und knalligeren. Und nun hatte ich da ein Rosa, das so zart war, dass es kaum als solches zu erkennen war und darauf hatte ich absolut keine Lust.

Also habe ich mir einen anderen Lack geschnappt, der auch noch "Shocking pink" heißt und damit die falsche Bezeichnung im Namen trägt - aber auf Englisch ist pink ja eine generelle Bezeichnung und im Fläschchen sah er eindeutig rosafarben aus! Auf den Nägeln wurde es allerdings deutlich knalliger...
Aber von vorne - der Auftrag von "Shocking pink" ging mit dem chinaglazeüblichen, schmalen Pinsel sehr gut, die Konsistenz des Lacks ist nämlich klasse! Die erste Schicht ist zwar bei meiner dünnen Lackierweise typisch scheckig, zeigt aber schon deutlich Farbe - und vor allem auch eine recht kurze Trockenzeit, denn beim Versuch, ein paar Lücken zu korrigieren, kommt hier und da schon ein bisschen was von der unteren Schicht mit... Da heißt es also: Flott und möglichst gleichmäßig lackieren, damit sich keine Unebenheiten bilden. Wie man auf den Bildern erkennen kann, ist mir das nur bedingt gelungen, was aber auch an den drei Schichten liegen mag, die ich benötigt habe, um mein Nagelweiß wirklich komplett abzudecken. Nichtsdestotrotz ging der Auftrag ohne größere Probleme von der Hand und da ich dieses semimatte, teils gummiartige Finish (aber weder der einen noch der anderen Seite klar zuzuordnen!) nicht sonderlich toll fand, habe ich sowieso eine Schicht Topcoat drüberlackiert.
Farblich sind wir hier mitten in meinem persönlichen Dilemma angelangt: Ich würde ja sagen, dass das noch ein Rosa ist, ein kühles Bonbonrosa - aber eben mit einem ordentlichen Schuss Neon, also definitiv von der knalligen Sorte... Und das wäre ja schon eigentlich Pink, aber für Pink fehlt mir hier irgendwie noch Rot, um den Ton an sich etwas dunkler zu machen. Da ich aber sowieso keine wirklich zarte rosane Alternative hatte, bin ich bei "Shocking pink" geblieben, für mich ist der Lack auch trotz Intensität eher rosa! Bei den Bildern hatte ich dann das kleine Problem, dass meine Kamera den Lack zwar ziemlich gut eingefangen hat, meine Hände aber deutlich zu graustichig und dunkel darstellt - aber solange der Ton des Lacks passt, kann ich mit leichten Leichenhändchen umgehen! Ich war ganz erstaunt, dass mir dieses knallige Bonbon auch auf meinen Nägeln recht gut gefallen hat, bin ich doch sonst so gar keine Rosaliebhaberin... Trotzdem ist das für mich eher der Lack fürs Wochenende gewesen als für die Arbeit, wobei die Reaktionen da sicherlich auch amüsant gewesen wären.
Natürlich konnte ich den China Glaze trotz seiner knalligen Farbe nicht alleine stehen lassen und habe nach einem passenden Design Ausschau gehalten. Ein Stamping sollte es dieses Mal nicht werden, also habe ich mich meinem schlechten Gewissen folgend mal intensiver mit meiner Topperauswahl befasst und bin letztlich bei Claire's "Dizzy" gelandet. Der Lack enthält in einer klaren Base Glitterhexagons in zwei Größen: Es gibt normalgroße blauschimmernde Hexagons und große matte Hexagons in Pink, Gelb und Grün - alles in Neonfarben gehalten. Normal lackiert hatte ich den Lack *hier* schonmal auf Weiß und da festgestellt, dass die Verteilung der Partikel gar nicht so einfach ist. Also habe ich mir dieses Mal ein Dottingtool geschnappt und die Glitterteilchen aus dem Lack zu fischen versucht - was gar nicht so einfach war! Auf den Nagel ließen sie sich dann recht einfach bringen und so habe ich verteilt, was ich gerade aus der Base auf das Tool bekommen habe. Von Glitterplacement ist hier keine Spur, aber zumindest sieht es ein bisschen gleichmäßiger aus als einfach so drübergepinselt.
Durch die knallig-rosane Base ist es gar nicht so einfach, die grünen Teilchen tatsächlich als solche zu identifizieren - aber es sind die etwas dunkleren, gelb aussehenden Dinger! Dass die Hexagons in Neon gehalten sind, zeigt sich auf einer weißen Base natürlich besser, hier bekommen sie einen etwas wärmeren Anstrich, gefallen mir aber als buntes Konfetti auf den Nägeln noch immer wirklich gut. Zwar war es etwas mühsam, alles einzeln aus dem Lack zu fischen und dann auf den Nägeln zu platzieren - es lohnt sich aber durchaus. Einziges Manko an der Sache ist, dass ich es leider nicht geschafft habe, die einzelnen Glitterteilchen komplett ohne Lack auf die Nägel zu bringen, sodass ich doch ein etwas ungleichmäßiges Ergebnis erhalten habe und man auch den "Eigenlack" in Form von Hubbelchen erkennen kann. Vielleicht wäre das mit einer zweiten Schicht Topcoat besser kaschiert worden, aber mit bloßem Auge erkennt man den Unterschied eh nicht, also habe ich darauf verzichtet.
Haltbarkeitstechnisch ist "Shocking pink" mit Topoat sehr solide - ohne ist der Lack vor allem an den Nagelspitzen etwas anfällig. Wenig verwunderlich, dass auch das Finish nicht sehr lange hält, aber das ist ja bei so matt angehauchten Lacken immer so. Das Ablackieren war hier bis auf den etwas nervigen Glitter überhaupt kein Problem, sodass ich tatsächlich sagen muss, dass mich dieses Rosa hier richtig begeistert hat - trotzdem werde ich sicher kein großer Rosafan mehr werden!

Nachdem es also diese Woche alles mädchenhaft war, braucht's für den kommenden Mittwoch wieder ein bisschen Kontrast - es soll ein bisschen dunkler werden und ich wünsche mir Marineblau!

Sonntag, 11. Juni 2017

Anny 208 Glamour girl

Eigentlich gab's ja erst am Freitag Lila (Aubergine gehört ja durchaus in das Farbspektrum rein!), aber ich habe zu Hause noch so viele unlackierte lilane Lacke stehen, dass ich die endlich mal abarbeiten muss. Darum ist die Farbwahl diese Woche ein kleines bisschen eingeschränkt - aber auch dieser Lack hat schon geraume Zeit auf seinen Auftritt gewartet, also darf er - oder eher sie - jetzt auch endlich!

Auf Blogs kein Unbekannter, da ganz viele Mädels "Glamour girl" über eine gewisse Lackaktion vor ein paar Jahren (ist das wirklich schon so lange her?) bekommen haben - so ist der Lack auch bei mir gelandet. Ich hatte den Anny tatsächlich auch schonmal lackiert, aber dann die Mani wieder versaut, also gab's damals auch keine Fotos - das wurde jetzt eben nachgeholt!
Das Lackieren ist wie bei Anny gewohnt mit dem Pinsel sehr angenehm, der Lack hat eine eher flüssige Konsistenz, ist aber noch nicht zu flüssig und lässt sich gut auftragen. Die Nagelspitzen sollte man gesondert ummanteln, ansonsten zieht sich "Glamour girl" nämlich ein bisschen von den Tips zurück und man hat gleich nach dem Lackieren schon Tipwear. Mit einem kleinen Wisch quer über die Nagelspitzen kann man das aber verhindern und das habe ich auch zwischen der ersten und zweiten Schicht hier getan. Die Trockenzeit des Lacks ist in Ordnung - nicht superschnell, aber auch nicht superlangsam, eher im soliden Mittelfeld. Auf dem Mittelfinger habe ich mir mit der zweiten Schicht irgendwie einen Fussel einlackiert und beim Versuch, ihn zu entfernen, ist da doch noch ein gewisses Muster auf dem Nagel geblieben - aber auch ansonsten erkennt man, dass "Glamour girl" nicht ganz streifenfrei trocknet. Auch eine Schicht Topcoat hat das nicht wirklich heilen können - aber ich finde das auch gar nicht so tragisch.
Farblich ist "Glamour girl" glaube ich sehr eindeutig bei Lila einzuordnen und als Lila auch immer schwierig zu fotografieren. Ich würde behaupten, dass mir das halbwegs gut gelungen ist, vielleicht ist der Lack einen Hauch blaustichiger abgebildet, als er tatsächlich ist, aber im Großen und Ganzen hat der Anny einfach ein bisschen mehr Blau als Rot in seiner Grundfarbe. Auf jeden Fall ein sehr schöner und satter Ton, dem ich auch ein bisschen Glamour zuschreiben würde - allerdings würde ich ihn wohl spontan nicht als mädchenhaft bezeichnen. Auch die leichte Streifigkeit finde ich überhaupt nicht schlimm - im Fläschchen kommt das ja eher als fließender, weicher Effekt rüber, die Nägel können den Schimmer dann leider nicht adäquat darstellen, sondern zeigen die Pinselführung recht deutlich. Wenn man sich jetzt aber nicht so verhaspelt wie ich am Mittelfinger, ist das alles nicht so tragisch und "Glamour girl" trotzdem noch schön gleichmäßig.
Was das Design zum Lack angeht, hatte ich den großen Vorteil, dass es für die #31DC2017weekly eine Vorgabe gab - allerdings ist diese Vorgabe diese Woche "delicate print" und das ist in etwa so aussagekräftig wie nichtssagend... Also habe ich alle meine Stampingplatten mal durchwühlt und mich auf die Suche nach einem zarten, feinen Muster begeben - und bin schließlich bei der ÜberChic 6-01 gelandet. Zugegebenerweise ist es ein bisschen kitschig, da es Herzchen enthält, aber ich dachte, dass das ganz gut zu dem glamourösen Mädchen passen würde, also habe ich mir essence "Love is in the air - don't breathe" geschnappt und das Herzchengras auf meine Nägel gestempelt (nein, ich mutiere nicht auf einmal zum Kitschblogger, keine Sorge - aber für die Vorgabe hatte ich nicht so wirklich was anderes parat!). Der essence ist ein feiner Bronzeton, der sich erstaunlich gut stempeln lässt und als Kontrast nicht so krass wirkt wie ein reines Weiß oder ein Silber. Die Mani fällt für mich definitiv in die Kategorie "niedlich" und darum würde ich mal behaupten, dass das Motto zumindest erfüllt ist.
Da das Motiv eher weiträumig gehalten ist, kommt auch "Glamour girl" noch gut zur Geltung, aber immerhin ist zumindest der Patzer auf dem Mittelfinger ein bisschen kaschiert. Ich hatte noch überlegt, in einer zweiten Farbe mehr Herzchengras dazuzustempeln, aber das hat dann so überladen ausgesehen, dass ich darauf verzichtet habe, die Mani zu fotografieren... Eigentlich wollte ich das Design noch mattieren, aber nachdem die zweite Version so in die Hose gegangen ist, gibt es auch dazu keine Bilder. Manchmal ist halt weniger mehr - und das gilt ganz besonders, wenn das Motto der Woche "delicate" ist; dann ist nämlich überladen sicherlich nicht das, was gefragt ist. Erstaunlicherweise mag ich wirklich die Farbkombination aus dem Bronze und dem Lila sehr und werde sicherlich noch einmal darauf zurückgreifen - oder einfach den Anny nochmal lackieren und schauen, was sich dann so Hübsches daraus machen lässt...
Die Haltbarkeit von "Glamour girl" ist mit Topcoat sehr gut - Tipwear erst nach einigen Tagen und dann auch nicht übermäßig viel, ohne Topcoat habe ich den Lack noch nie wirklich länger als einen oder zwei Tage getragen. Ablackieren ist hier dankenswerterweise kein Thema, sodass ich mal wieder sagen muss, dass Anny hier wirklich gute und überzeugende Qualität abgeliefert hat!

Freitag, 9. Juni 2017

p2 "Sand style" 030 Seductive

Zur Abfahrt in den Urlaub gibt's heute mal wieder einen Sandlack und zwar das Geschwisterchen zu dem schwarz-türkisenen von p2. Auch diesen Lack hatte ich schon öfters auf den Nägeln, ich erinnere mich sogar daran, ihn hier und da mal fotografiert zu haben, aber wirklich zufrieden war ich mit den Bildern nicht, also durften sie auch nicht hier auftauchen... Und so rutschte der Lack immer wieder in die hintere Ecke - war ja schonmal lackiert, also sollten ruhig die anderen - und wurde immer dann hervorgeholt, wenn die Zeit zum Knipsen zu knapp war, ich aber hübsche Nägel brauchte.

Nachdem ich nun aber letztens "Opulent" lackiert hatte, sprang mir auch "Seductive" ständig wieder ins Blickfeld, also habe ich ihn mir dann doch schnell geschnappt und den feinen Sand auf die Nägel gebracht - und auch bei diesem Vertreter festgestellt, dass p2 wirklich ganze Arbeit geleistet hat und ich absolut nicht nachvollziehen kann, warum es diese Schätze nicht mehr gibt.
Auch bei "Seductive" ist der Auftrag absolut kein Thema - zwei schnelle Schichten mit einem zugegebenermaßen inzwischen etwas lädierten Pinsel (er bauscht sich am Ende ein kleines bisschen, weil sich der Glitter ein bisschen am Ende sammelt, mit intensivem Abstreifen lässt sich das aber auch wieder normalisieren) und grandioser Trockenzeit gehen einfach fix und machen Spaß. Den p2-Lacken kann man beim Trocknen wunderbar zusehen und sich daran erfreuen, wie sich das strukturierte Finish hier ergibt. Wenn man ein kleines bisschen auf die Nagelspitzen achtet, ist auch da das Ergebnis dann fein und dass der Lack ohne Topcoat auskommt, muss ich wohl kaum zusätzlich erwähnen! Dieses einfache Lackieren erklärt wohl auch, warum ich den Lack immer gerne mit in den Urlaub nehme, bei Strukturfinishes ist bekanntlich auch das Ausbessern absolut kein Problem.
"Seductive" farblich klar zu definieren, ist dann schon eine etwas schwierigere Sache, da ist der Lack nämlich extrem lichtabhängig. Obwohl die Kappe in Braun gehalten ist, würde ich ihm als Grundfarbe eindeutig eine Aubergine zuschreiben - im normalen Tageslicht ist sie eher von der dunklen, schwärzlichen und kühlen Sorte, im Sonnenschein bekommt sie einen ordentlichen Rotstich ab und ist doch deutlich lilaner. Was natürlich auch diesen Lack so spannend macht, ist der enthaltene Glitzer, der sich je nach Licht zwischen einem leichten Olivgold und einem Orangegold bewegt. Vor allem auf dem ersten Bild kann man das im Fläschchen hervorragend, da legt sich der Glitter nämlich besonders gerne an den Flaschenrand, auf den Nägeln versteckt er sich schon eher in dem wunderbaren rauen Finish, das allerdings immernoch recht fein und zart gehalten ist und die Lacke vielleicht auch darum sehr edel erscheinen lässt.
Das Gefunkel des Glitterst ist auch bei diesem Lack der Aspekt, mit dem man nicht nur Minuten verbringen könnte, denn je nachdem, wie man die Hand hält, zeigt sich mal mehr, mal weniger davon und das Spiel mit dem Licht ist einfach ein toller Zeitvertreib! Auch "Seductive" wollte ich ein bisschen aufpeppen und ich bin bei Sandlacken inzwischen stumpf bei Stamping gelandet - das ist so das Einzige, was ich mir immer gut und stimmig auf rauem Untergrund vorstellen kann. In diesem Fall wollte ich die Grundfarben ein bisschen aufnehmen und habe mich für Anny "Clubbing with Dracula" und Kleancolor "Metallic yellow" als Akzente entschieden. Der Anny ist zwar ein dunkler Rotton, aber ich hatte gehofft, dass sich das auf der Aubergine gut machen würde und beim Kleancolor fand ich einfach das metallische Finish gut, auch wenn der Goldton nicht ganz zu dem Glitter im Basislack passt. Gestampt habe ich mit der BPX-L020, die mit ihren geometrischen Motiven einfach ein hübsches Muster aus Fläche und feinen Linien parat hatte.
Auf den ersten Blick muss ich gestehen, dass mich das Stamping etwas enttäuscht hat - irgendwie hatte ich mir vor allem von dem Anny mehr versprochen, der geht doch ganz schön unter. Das Gold ist mir dann fast ein bisschen zu dominant und auch wenn ich das Motiv klasse finde, war ich doch etwas knatschig. Weil ich es sowieso machen wollte, habe ich dann noch eine sehr dicke Schicht Topcoat auf den Lack geklatscht und das hat mich dann wieder ein bisschen versöhnt: Erstens sieht "Seductive" glänzend wahnsinnig schön aus, die Glitterteilchen kommen toll raus und ich mag den Lack so mindestens genau so gerne wie im rauen Original - und zweitens hat sich hier eher das Ergebnis gezeigt, das ich mir gewünscht hatte: Das Stamping ist zwar erkennbar, aber nicht übermäßig dominant und man erkennt auch bei "Clubbing with Dracula" doch, wo die vollen Flächen sind und wo es nur feine Linien im Muster gibt. Sicherlich wäre es schöner gewesen, hier perfekte Matches in Cremefarben zu haben - aber trotz einer wirklich großen Lackauswahl, war das bei mir einfach nicht drin.
Da ich "Seductive" sonst immer ohne Topcoat trage, muss ich gestehen, dass die Haltbarkeit vor allem an den Tips nicht die beste ist, aber dafür lässt sich das alles auch gut wieder reparieren, ohne dass der Lack deutlich schranzig aussieht. Wenn allerdings irgendwo auf dem Nagel ein Stück herausbricht, weil man doof an der Wand entlangschrammt, sieht das natürlich ungeschickt aus... Trotzdem bleibt das für mich einer der go-to-Lacke, wenn es um schnelle, hübsche Manis oder um Urlaub geht, große Sandliebe hört eben nicht so schnell auf!