Dienstag, 17. April 2018

Pink Gellac 182 "Dynamic Pink"

Vor einiger Zeit bekam ich von Pink Gellac die Anfrage, ob ich denn nicht Interesse hätte, mal die Gellacke der Marke zu testen - und da der Urlaub anstand, war das für mich die perfekte Gelegenheit, einen der Lacke mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Meine Erfahrungen mit Gellacken lassen sich an einer Hand abzählen (um genau zu sein, an genau *dieser* Hand) und liegen schon ein bisschen zurück. Von Pink Gellac hatte ich tatsächlich schon hier und da gelesen und war sehr gespannt, ob mich die Lacke überzeugen könnten.

In meinem Starterset waren zwar vier unterschiedliche Lacke enthalten, allerdings konnte ich mir die Farben leider nicht aussuchen und habe eher herbstlich angehauchte, gedeckte Töne erhalten. Von diesen schien mir leider keiner der perfekte Urlaubslack zu sein, also habe ich mich tatsächlich überwunden, für den Urlaub Pink zu tragen und zeige euch heute den Signature-Lack der Marke, "Dynamic Pink". Mit dem Inhalt des Startersets (neben den Farblacken ist auch eine LED-Lampe enthalten, dazu ein Primer, Base und Topcoat sowie Cleaner- und Removerpockets und Rosenholzstäbchen) ist man tatsächlich schnell lackierbereit und nach einem kurzen Blick in die Anleitung habe ich mich gespannt ans Pinseln gemacht.
Ich war mir anfangs unsicher, wie ich meine Nägel vorbereiten sollte und habe beschlossen, eine Hand anzurauen und die andere "normal" zu lassen - im Endergebnis hat es für mich keinen Unterschied gemacht, also kann ich mir mit meinen Nägeln wohl die Feilerei sparen. Nach einer Schicht Base, die für 15 Sekunden unter der Lampe ausgehärtet wurde, ging es also an den Farblack. Der Auftrag des Pink Gellac geht erstaunlich leicht, die Konsistenz ist wie die eines normalen Cremelacks und mit dem Biberschwanzpinsel lässt sich der Lack gut auf dem Nagel verteilen. Das Schöne bei Gellacken ist ja, dass sie nicht einfach so antrocknen, sodass man hier korrigieren kann, wie man möchte. Das sollte man ja auch, da man nach dem Aushärten nichts mehr am Lack tun kann, also habe ich mich auch ganz besonders bemüht, ordentlich zu lackieren. Die erste Schicht ist unter die Lampe gewandert - und da wurde dann deutlich, dass ich meine Nagelspitzen ein bisschen besser behandeln und versiegeln muss. Ein kleines bisschen hatte sich der Lack nämlich zurückgezogen, also gab es einen feinen Streifen über die Nagelspitze und dann eine zweite Schicht, die ich wieder eine Minute unter der Lampe ausgehärtet habe.
Ich war ganz erstaunt, dass sich der Auftrag des Lacks so einfach gestaltet hat - irgendwie hatte ich da mit mehr Problemen gerechnet. Nach zwei Schichten (und dem kleinen Zwischenspiel für die Nagelspitzen) ist die Mani fertig - ich vermute mal, dass die eine oder andere auch schon mit einer Schicht zufrieden ist, farbintensiv und deckend ist der Lack da nämlich schon. Die zweite Schicht habe ich nochmals ein wenig sorgfältiger auch über die Nagelspitzen hinaus gezogen und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Über den Farblack kommt dann noch eine Schicht des Ultra Shine-Topcoats, da der Farblack ansonsten eine klebrige Schicht hat - die hat der Topcoat nach dem Aushärten nicht. Im Prinzip funktioniert das also wie bei jedem normalen Lack mit Basecoat, zwei Schichten Farbe und Topcoat - nur, dass hier die Trockenzeit mit jeweils einer Minute (bzw. 15 Sekunden beim Basecoat) festgelegt ist. Ich habe für das Lackieren ein bisschen länger gebraucht als normal, da ich vorsichtig und möglichst genau gearbeitet habe - einfach so mit Nagellackentferner noch etwas Korrigieren geht eben nicht. Insgesamt ist das aber vom Aufwand her aus meiner Sicht durchaus mit normalem Lack vergleichbar und gefällt mir wirklich gut!
Was die Farbauswahl angeht, hat Pink Gellac so einige tolle Töne im Angebot - ich habe halt leider keine für mich grandiose Auswahl erhalten, war dann aber doch von "Dynamic Pink" positiv überrascht. Auch wenn er als "klassischer Rosaton" beschrieben ist, würde ich ihn eher irgendwo in die Kategorie zwischen Magenta und Beere einordnen - je nach Licht zeigt er sich mal ein bisschen wärmer (ich würde sogar sagen, dass er häufiger warm ist als kalt) und rotstichiger, mal ein bisschen kühler und blaustichiger. Anfangs dachte ich ja, dass es sich um einen Cremelack handelt, aber das erste Foto zeigt den Lack im Sonnenschein, wo er doch ein wenig zu kühl wirkt, aber auch den enthaltenen feinen Schimmer hervorragend zeigt. Die winzigen Partikelchen zeigen sich in kühlen Reflexen, die leider wirklich nur im Sonnenschein und bei genauem Hinsehen zu erkennen sind - ansonsten ist "Dynamic Pink" tatsächlich eher ein eher erwachsener Pinkton, mit dem ich mich durchaus anfreunden kann. Er ist zwar knallig, sodass ich ihn im Urlaub auch gerne getragen habe, aber eben nicht so kitschig-barbiemäßig, dass ich mich unwohl gefühlt hätte.
Natürlich wollte ich den Lack im Urlaub nicht solo tragen, sondern auch ein kleines Design haben - also habe ich mir wieder die Chameleon-Flakes geschnappt, die ich *hier* schon genutzt habe. Diese Flakes und Puder sind ja grundsätzlich auch für Gellacke ausgelegt und der Farblack bildet mit seiner klebrigen Schicht ja auch die perfekte Basis dafür, also habe ich fleißig gepudert. Wer schlau ist, versiegelt die übrigen Nägel vorher mit Topcoat und wer noch schlauer ist, nimmt für die bepuderten Nägel einen anderen Pinsel - ansonsten landen natürlich irgendwelche Partikelchen im Topcoat oder beim Aufbringen auch auf anderen Nägeln... Das Schöne an diesen Chameleon-Flakes ist ja, dass sie je nach Farbbasis unterschiedlich wirken und auf diesem Pinkton konnte man hervorragend das Farbspiel von Grün bis Rosa betrachten - und das die liebe lange Woche lang. Ich war ja wirklich erstaunt, wie stabil meine Nägel nach dem Lackieren waren und habe mich nicht nur dafür, sondern tatsächlich auch für die Farbe begeistern können. Aus "hast du etwa Pink für den Urlaub?" wurde schnell "oh, das ist ja beerig! Und ich hab noch gar nicht gehört, dass du dir einen Nagel abgebrochen hast- der Lack ist gut!" und ich habe mich über das hübsche Farbspiel gefreut. Sicherlich nicht die typischste Lenafarbe, aber eine, die mir doch erstaunlich gut gefallen hat.
Was die Haltbarkeit angeht, verspricht Pink Gellac ja 14 Tage - das habe ich nicht bis zum bitteren Ende getestet, aber das letzte Bild ist gestern Abend entstanden, also nach 10 Tagen Tragezeit. Bis auf zwei angemackte Daumen ist die Mani tatsächlich noch perfekt und ich wollte sie fast noch dran lassen- aber irgendwann hat man dann doch genug von einer Farbe.

Leider hat mich das Entfernen des Lacks ganz schön Nerven gekostet - und Zeit. Ich saß gestern Abend zwei Stunden lang auf meiner Couch und habe mehr oder minder verzweifelt versucht, diesen Lack von den Nägeln zu bekommen. Nachdem ich wie eine Irre gefeilt habe (bis auf den Nagel runter wollte ich dann aber auch nicht ganz), habe ich meine Nägel in die Removerpockets verpackt und dann die vorgegebene Viertelstunde gewartet. Leider musste ich dem Lack dann trotzdem mit einem Rosenholzstäbchen und mehr als nur gutem Willen zu Leibe rücken und alles von meinen Nägeln zu schrubben (bzw. schrubben zu lassen...). Das Ganze natürlich im Ansatz vorsichtig, um mir die Nägel nicht komplett zu ruinieren, aber ein bisschen mitgenommen sind sie schon.

Ich bin ein bisschen zwiegespalten, vom Auftrag und der Haltbarkeit bin ich absolut begeistert und könnte mir durchaus vorstellen, die Lacke öfter zu tragen. Allerdings muss ich wohl erst einmal eine akzeptable Methode zum Ablackieren finden - noch einmal möchte ich nämlich nicht dermaßen genervt mit diversen Entfernern sitzen und versuchen, den bombenfesten Lack wieder von den Nägeln zu kriegen...

"Dynamic Pink" wurde mir freundlicherweise von Pink Gellac zur Verfügung gestellt.

Freitag, 13. April 2018

Zoya "Blake"

Während meine Woche auf Teneriffa schon ganz drastisch dem Ende zugeht, gibt es hier auch meinen letzten Zoya-Leihlack. Beides finde ich ziemlich schade, wobei sich das mit den Lacken schneller wiederholen lässt als sich in den Flieger zu setzen - vor allem, weil es gar nicht mehr so lange dauert, bis Lotte und ich uns wiedersehen!

Für heute habe ich mir "Blake" zurechtgelegt, wobei der Lack auch schon beinahe letzte Woche zur Nailartchallenge zu Blau gezeigt hätte, aber dann war er mir doch ein bisschen zu dunkel... Dennoch ist das ein richtiges Schätzchen, über das ich mich sehr gefreut habe; hat Lotte mal wieder hervorragend rausgesucht!
Der Auftrag ging dank einer tollen Konsistenz mal wieder einfach von der Hand und auch die Trockenzeit ist angenehm kurz. Die Nagelspitzen sollte man gut im Auge behalten, sonst zeigt sich unerwünscht schnell ein weißer Rand. Da der Lack recht dunkel ist, war ich fest davon überzeugt, dass zwei Schichten mehr als ausreichend sein müssten, die Kamera hat mich dann aber doch eines Besseren belehrt. Auf den Bildern war nämlich tatsächlich noch nicht alles einheitlich,  vor allem im Sonnenschein zeigten sich so einige Unregelmäßigkeiten, sodass noch eine dritte Schicht sein musste. Das hat "Blake" zwar ein ordentliches Stück dunkler gemacht, aber zumindest ein einheitliches und gleichmäßiges Finish hinterlassen. Der Zoya glänzt schon von Haus auch ganz toll, sodass es hier keinen Topcoat braucht, ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass da noch mehr Gloss geht.
Was die Farbe angeht, habe ich ja schon Blau ins Spiel gebracht. Das ist jetzt bei drei Schichten nicht mehr so auf den ersten Blick erkennbar, aber die Grundfarbe ist eindeutig ein satter Blauton. Zoya beschreibt ihn zwar als Saphirblau, das würde ich aber als heller einordnen... In der blauen Basis ist allerdings ein toller Schimmer enthalten, der "Blake" so faszinierend und spannend macht. Ich würde dazu tendieren, den Schimmer in die goldene Richtung zu schieben, allerdings möchte ich mich da nicht so ganz festlegen. Auf jeden Fall liegt dieser Schimmer ganz toll auf dem Lack und zeigt sich ganz toll, sobald auch nur ein bisschen Licht auf ihn fällt. Ohne Lichteinfall zeigt sich "Blake" fast schwarz und ich gestehe, dass es auch bei drei Schichten schwer ist, das Blau zu erkennen. Der Schimmer zeigt sich dafür in einer Mischung aus Gold und Orange, teils sogar grün. Im Sonnenschein kommt der Schimmer aber nicht so deutlich durch, da einfach zu viel Licht auf den Lack fällt, unter der Tageslichtlampe zeigt er sich schön über den ganzen Nagel verteilt - ein traumhafter tiefdunkler Lack, der mich schwärmen lässt.
Obwohl "Blake" mit diesem grandiosen Schimmer auch hervorragend alleine stehen und sich vor allem sehen lassen kann, wollte ich noch ein kleines Design dazu haben. Bei einem Stamping wäre mir wahrscheinlich der Basislack ein bisschen zu sehr untergegangen. Also musste eine Alternative her, was bei dunklen Lacken gar nicht so leicht ist. Letztendlich bin ich bei Glitterpartikeln gelandet, die ich irgendwie hübsch auf den Nägeln anrichten wollte. Mit den "Holo laser flake square stripe nail glitter"-Teilchen, die ich mir bei BeautyBigbang aussuchen durfte, war nicht nur meine Kamera ein bisschen überfordert, sondern auch ich mit dem Anordnen. Letztlich bin ich bei einer ganz einfachen Version gelandet und habe auf dem Ringfinger eine Reihe gebildet, während die übrigen Nägel nur ein Teilchen abbekommen haben. Das Ganze hat dann einen Topcoat abbekommen, damit die Teilchen nicht zu sehr vom Lack anstehen. Die rechteckigen Glitterpartikel haben leicht abgerundete Ecken und sind absolute Hingucker - sie schillern nämlich in allen Regenbogenfarben! 
In der Darstellung der grandiosen Farbeffekte hat mich meine Kamera mal wieder verlassen: Im Sonnenschein war zu viel Licht da, sodass die Teilchen nur Silber wirkten, aber immerhin kann man auf dem Ringfinger unterschiedliche Farbverläufe erkennen. Die Glitterpartikel zeigen einen leicht streifigen Farbverlauf, schillern dafür toll in allen Regenbogenfarben: ob Rot, Pink, Gelb oder Grün, Blau und Lila - wie man die Hand dreht und wendet, es zeigen sich immer wieder neue Nuancen. Dadurch kann "Blake" im Hintergrund trotzdem noch schön vor sich hinschimmern und hat zudem noch ein paar zusätzliche kleine Highlights im Angebot. Ich bin schon am Grübeln, wie sich diese Glitzerteilchen noch gut einsetzen lassen - ich glaube, beim nächsten Mal landen sie näher am Nagelbett...
Bei so dunklen Lacken ist das Ablackieren ja häufig ein wenig nervig - bei "Blake" war das dafür total unproblematisch und einfach. Der dunkle Ton ging ohne Schlieren und Stains ab, was ich doch sehr angenehm fand. Aufgrund der Farbe ist Tipwear natürlich deutlicher erkennbar, entwickelt sich aber nicht übermäßig schnell, wenn man die Spitzen gut versiegelt. Durchaus ein krönender Abschluss für meine Zoyas diesen Monat; jetzt stehen noch ein paar Masuras an!

Der Glitter wurden mir freundlicherweise von BeautyBigbang zur Verfügung gestellt, mit dem Code LENA010 gibt es dort 10% Rabatt.

Mittwoch, 11. April 2018

Zoya "Pixie dust" Carter

Um mal wieder ein bisschen Abwechslung in den Monat zu bringen, geht es heute mit einem Lack von Zoya weiter. "Carter" hatte mir Lotte ausgeliehen und das, obwohl ich damals noch gar nicht wusste, dass mir der Lack nicht nur zu "Wir lackieren..." gelegen kommen würde, sondern auch noch perfekt zu #31DC2018weekly! Ich habe zwar noch einen (naja, eigentlich zwei...) lilane Lacke für diesen Monat, aber dieser hier ist ein besonderes Schätzchen.

Die "Pixie dust"-Lacke von Zoya wurden ja durchaus kontrovers diskutiert als sie herauskamen - die einen liebten sie, die anderen hassten sie aufgrund ihres speziellen Finishes. Als bekennender Strukturfan bin ich natürlich eher auf der Pro-Seite zu finden, fand allerdings farblich nicht alle Lacke spannend.
Dieses Schmuckstück fand ich aber schon immer klasse und so habe ich mich sehr auf das Lackieren von "Carter" gefreut. Zumindest bis zur ersten Schicht, denn die hat mich doch ein wenig desillusioniert. Es waren zwar viele kleine Partikelchen auf dem Nagel, sie waren aber nicht so dicht, dass ich davon ausgehen konnte, dass zwei Schichten genügen würden. Da der Pixie Dust aber schnell trocknet, war auch die dritte Schicht kein Problem und hat mich dann bezüglich der Deckkraft zufriedengestellt. Zwar kann man an den Nagelbetten vereinzelt noch einige verlorene bzw. "ausgelaufene" Partikelchen erkennen, die fallen aber tatsächlich nur bei ganz genauem Hinsehen auf. Um genau dieses Problem nicht auch noch an den Tips zu haben, habe ich diese ganz besonders sorgfältig lackiert - beim Trocknen schon Tipwear braucht ja wirklich niemand! Vom haptischen Eindruck her ist der Lack nicht so rau wie die richtig krassen Sandlacke, aber er ist ja auch aus Feenstaub, da darf er etwas zarter sein. Trotzdem sollte man natürlich ein Freund dieses unebenen Finishes sein, wenn man "Carter" solo tragen will.
Farblich sind wir ganz passend zur Vorlage natürlich bei einem Lilaton - und zwar einem, der mir das Fotografieren doppelt schwer gemacht hat: Einerseits, da Mischtöne gerne ein bisschen verfälscht werden und andererseits, da diese wahnsinnig vielen Glitterpartikelchen auch schwer zu fokussieren sind. "Carter" kommt mit einem schön satten, mittleren Lilaton daher, der eher eine Tendenz zum Rötlichen, denn zum Bläulichen hat.  Zusammengesetzt ist der Lack aus einer sheeren schwarzen (oder eben grauen) Base, in der dann die Irgendwie muss ich bei diesem Lack an den dunklen Flieder im Garten meiner Eltern denken, der kommt nämlich an die Farbe ganz gut ran! Je nachdem, welche Partikel gerade in der Überzahl sind und wie tief sie in der dunklen Base liegen, zeigen sich teilweise auch magentafarbene Einschläge. Insgesamt ist der Lack aber eindeutig ein solider Lilaton, der mich mit dem leicht matten und strukturierten Originalfinish schon ein bisschen ins Schwärmen bringt... Die Pixie Dusts waren aber auch schnell bekannt dafür, dass sie mit Topcoat absolut grandios aussehen würden,  also habe ich mich dieses Mal überwunden und das traumhafte Ursprungsfinish geopfert.
Das war aber gar nicht so einfach wie gedacht - "Carter" säuft den Topcoat nämlich weg wie nichts! Die erste Schicht war ratzfatz eingezogen und hinterließ statt einer scharfkantigen Schrubbelei sanfte und glänzende Hügel. Eine zweiteSchicht war also Pflicht, als die aber abgetrocknet war, zeigten sich noch immer Unregelmäßigkeiten... Für dieses Traumergebnis einer wunderschön glänzenden Galaxie in Lila musste ich also so einiges investieren, das hat sich aber meiner Ansicht nach absolut gelohnt. Wer also mit dem rauen Finish nichts anfangen kann, der wird sicher mit diesem Gefunkel glücklich! Hier kann man auch gut erkennen, dass sich das Lila in unterschiedlichen Farbnuancen zeigt. An und für sich muss ich gestehen, dass mich der Lack so noch deutlich mehr begeistert. Eigentlich hätte ich ihn auch so belassen können, das geht ja schon fast als Nailart durch - aber dann musste doch noch ein kleines Stamping drauf. Für ein Galaxy-Design hatte ich keine Zeit, aber das wäre ja auch zu einfach gewesen.
Ich habe mir stattdessen einfach meine ÜberChic 1-01 geschnappt und mit "Alpine plum" von CND Vinylux fleißig gestempelt. Beim Motiv habe ich mich für ein einfaches, aber doch nicht langweiles Muster entschieden. Ob man es nun als eckige Wellen, schindelartige Dreiecke oder was auch immer bezeichnen will, es gibt jedenfalls zwei Ausführungen: ein Ganznagelmuster, das ich auf vier Finger gestempelt habe und einen einzelnen Streifen, der als Akzent auf dem Ringfinger gelandet ist. Darüber noch eine Schicht Topcoat, damit auch der zarte Fliederton noch schön glänzt. Zwar kommt Zoya "Carter" unter dem Ganznagelmuster nicht mehr so gut zur Geltung, funkelt dennoch schön zwischendurch heraus. Das Motiv hat einen gewissen Charme, ich wusste nur bisher nicht, wie ich es stimmig einsetzen soll. In dieser Kombination gefällt mir das doch recht gut, mal sehen, was sich aus dem Motiv sonst noch machen lässt...
Hach ja, zu "Carter" kann ich in Summe eigentlich nichts Negatives sagen. Die Deckkraft ist zwar nicht optimal, aber das Ergebnis kann sich sowohl rau als auch glänzend wirklich mehr als sehen lassen! Auch das Ablackieren ging gut von der Hand, der Feenstaub ist einfach toll.

Sonntag, 8. April 2018

Masura "Golden collection" 1049 Mint breeze

Nach dem ersten Masura folgt der zweite gleich auf dem Fuße - und zwar heute in einer "Gemeinsam lackiert"-Version zusammen mit Lotte! Auch wenn ich hoffentlich gerade am Pool oder Strand liege (naja, vielleicht stapfe ich am Strand entlang - so richtiges Strandbrat-Wetter ist ja noch nicht auf Teneriffa), soll hier nicht zu lange Pause sein, darum habe ich mich bemüht, ein paar Lacke für den Urlaub vorzubereiten.

So auch "Mint breeze", den Lotte und ich beide bestellt haben - das ist also kein Leihlack, sondern ein astreiner Doppelgänger und dass er uns beide begeistert hat, liegt eindeutig am Holofinish in Kombination mit der interessanten Farbe. Wie der Name nämlich schon sagt, handelt es sich hier um einen Mintton und zwar einen vom Feinsten - darum bin ich auch gespannt, was Lotte so mit ihrem Lack angestellt hat.
Ich habe mich hier auf jeden Fall sehr auf das Lackieren gefreut, nachdem das bei meinem ersten Lack der Marke so easy war. Und auch "Mint breeze" ließ sich sehr angenehm auftragen, der Lack hat eine tolle Konsistenz und lässt sich wunderbar auf dem Nagel verteilen, aber auch hier war mir die erste Schicht doch ein bisschen sehr durchscheinend. Die zweite Schicht machte so einiges deutlich besser, allerdings hatte ich an so einigen Stellen den Eindruck, dass immernoch der Nagel durchschien (wobei ich gestehen muss, dass das teilweise auch ein Effekt sein könnte, der durch das Holofinish des Lacks zustande kommt), darum habe ich noch eine dritte Schicht drübergepinselt. Dank angenehm kurzer Trockenzeit war das überhaupt kein Problem und ich war danach auch mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Da "Mint breeze" von Haus aus einen tollen Glanz mitbringt und wirklich spiegelglatt abtrocknet, habe ich auf einen Topcoat verzichtet, wobei der eine Verbesserung der Haltbarkeit sicherlich zuträglich sein könnte.
Farblich ist bei dem Lack ziemlich klar, dass "Mint breeze" hier wie Arsch auf Eimer passt - der Lack hat einen zarten, leicht gelbstichigen Blauton (der sicherlich auch als hellblau durchgehen könnte, wenn man das denn partout wollte), der mit einem zarten Holoeffekt daherkommt. So richtig zart ist der Effekt gar nicht, er zeigt sich nur beim Licht der Tageslichtlampe nicht so deutlich wie er kann. Allerdings haben sämtliche anderen Versuche, den Effekt auf die SD-Karte zu bannen (hach, analoge Fotografie hatte doch die schöneren Sprachbilder - "auf Film bannen" klingt doch ganz anders!) zu gemeinen Blitzeffekten oder zu Unschärfe geführt. Gar so dezent und harmlos funkelt der Masura nämlich nicht, man kann die Regenbögen durchaus gut erkennen. Das Spannende an dem Lack ist allerdings, dass er kein klassischer feiner Hololack ist, sondern sich neben diese winzigen Holopartikelchen auch größere Holosplitter im Lack finden, die das Finish deutlich spannender und lebendiger macht. Man kann das auch ganz gut erkennen, hier und da scheinen größere Bröckchen im Lack zu sein, die sich allerdings harmonisch in das Effektfinish fügen.
Obwohl ich es ja eigentlich nicht so mit diesen superzarten und feinen Lacken habe, bin ich von "Mint breeze" wirklich begeistert. Er ist zwar nicht eindeutig grün, aber doch grünlich genug, um bei mir aus der klassischen blauen Linie herauszufallen und ist vom Farbton her zumindest in meiner Sammlung einzigartig. Ich habe bläulichere und grünlichere Holos - aber so ein hübsches Gemisch hatte ich bisher noch nicht. Da ich den Lack mit seinem Finish so spannend fand, fiel es mir alles andere als leicht, ihm ein passendes Design zuzuschreiben. Zu der heutigen Zusammenstellung bin ich auch eher gekommen wie die Jungfrau zum Kind - ich habe nämlich meine Lackkistchen ein bisschen umsortiert und bin dabei über "Metallic green" von Artdeco gestolpert (eieiei, ist das Posting alt...). Der schien mir nahezu perfekt, um mit ihm auf "Mint breeze" zu stempeln, allerdings hatte ich mir doch einen etwas größeren Kontrast zwischen den beiden Lacken erhofft. So ist das Ganze dann doch eher ein Ton-in-Ton-Stamping geworden, bei dem man in machen Lichtverhältnissen nach dem Muster suchen muss...
Als Motive habe ich mir auf der 14-03 von ÜberChic zwei Muster ausgesucht, die aus Hexagons aufgebaut sind. Auf dem Ringfinger ist das konzentrische Hexagonmuster gelandet (also "das Große"), auf die übrigen Nägel habe ich "das Kleine" gestempelt, das aus mehreren konzentrischen Sechsecken aufgebaut ist. Quer von der Seite hier hieß es gerade, dass das durchaus auch "ein bisschen wie ein digitalisierter Fingerabdruck" aussieht und ich muss sagen, dass das durchaus stimmt. Ich finde glaube ich insgesamt tatsächlich die kleinere Variante des Motivs ein bisschen spannender, allerdings mag ich auch die Abwechslung, die der Ringfinger in das Design bringt. Obwohl es nicht so einfach ist, das Motiv immer klar zu erkennen, zeigt sich doch ein Unterschied zwischen dem metallischen Artdeco-Lack (und ja, zum Stampen taugt er deutlich besser als als Solist!) und dem hübschen Holo von "Mint breeze". Könnte mehr sein, aber auch so dezent hat das was - passt zumindest zu einem pastellig angehauchten zarten Mint!
Ohne Topcoat ist der Lack natürlich an den Nagelspitzen ein bisschen empfindlich - aber das auch im Rahmen. Ich würde nicht sagen, dass "Mint breeze" so zickig ist wie die ganz alten Holos, hier ist die Haltbarkeit eher im Rahmen aller anderen normalen Creme- oder Schimmerlacke. Auch das Ablackieren geht angenehm von der Hand und wenn das mit den Masuras so weitergeht, entwickele ich hier noch eine ausgeprägte Liebe zu den Lacken aus dem Osten!

Freitag, 6. April 2018

Masura "Golden collection" 1152 Sceptre

Damit es bei "Wir lackieren..." nicht langweilig wird, unterbreche ich heute mal meine Zoya-Reihe (keine Sorge, zwei Lacke von Zoya habe ich diesen Monat noch im Angebot!) und zeige euch heute einen Lack von Masura. Im Januar konnte ich bei Lotte nämlich meine Masura-Bestellung abholen, zu der ich eindeutig angestiftet wurde - auch wenn das nur eine kleine Auswahl ist, war ich doch sehr gespannt auf die russischen Schätzchen.

Für mich war Masura vor allem zu Beginn mit Magnetlacken verbunden - irgendwie haben die einfach besonders viel Aufsehen erregt, da die Effekte so schön zu sehen waren. Bei meiner Bestellung habe ich allerdings einfach nach Augenmaß bestellt und mich von den hübschen Fläschchen leiten lassen. So ist auch "Sceptre" in meinen Besitz gekommen, er eigentlich so gar kein Lenalack ist...
Der Auftrag des Lacks ging dank toller Konsistenz und gut geschnittenem Pinsel (nicht sonderlich schmal, nicht zu breit, gerade - also kein grandioser Biberschwanz, sondern ein solider, ordentlicher Pinsel) problemfrei, allerdings schwante mir nach der ersten Schicht schon Böses. Von Deckkraft war da nichts zu erkennen, "Sceptre" ist was das Fläschchen angeht ein wahrer Blender! Die Trockenzeit ist allerdings angenehm kurz, sodass das Schichten kein Problem darstellt. Nach der zweiten Schicht sah das Ganze schon deutlich besser aus - ich hatte für einen kurzen Moment den Eindruck, dass der Lack schon deckend sein könnte, dann habe ich aber meine Hand ein bisschen gedreht und das ganze Drama war wieder sichtbar. Also gab es eine dritte Schicht und auch wenn die nicht zu absoluter Deckkraft führte (wenn man mal ganz genau hinschaut, kann man erkennen, dass zwischen dem ganzen goldenen Gefunkel doch noch ein bisschen Nagel durchscheint), aber für mich doch ausreichend war.
Einen Topcoat braucht "Sceptre" nicht, da der Lack aus meiner Sicht mehr als genug eigenen Glanz mitbringt. Farblich finde ich den Masura gar nicht so leicht zu beschreiben - die Grundtendenz ist eindeutig golden und das heißt ja schonmal, dass das absolut nicht mein Geschmack ist, aber irgendwie mag ich die Kombination. Bei Masura wird "Sceptre" als golden-holografisch mit lilanen duochromen Flakes bezeichnet und das kommt durchaus weitestgehend hin. Ich würde zwar diesen Holoaspekt ganz klein schreiben, aber ein reiner Goldlack ist das auch nicht. In der sheeren Base schwirren allerdings vorwiegend winzige goldene Partikelchen herum, die den Farbeindruck des Lacks dominieren. Diese kleinen Goldteilchen sind auch vorwiegend für die Deckkraft des Lacks verantwortlich oder eher für den Eindruck einer Abdeckung des Übergangs zum Nagelweiß. Der entsteht nämlich in Teilen auch schlicht und ergreifend dadurch, dass es irgendwann so wild schimmert, leuchtet und reflektiert, dass man gar nicht mehr so recht zuordnen kann, ob das durchblitzender Nagel oder nicht doch ein goldenes Partikelchen ist.
Auf dieser goldenen Grundlage, die tatsächlich hier und da mal ein paar bunte kleine Highlights hat, finden sich einige Flakies in unterschiedlicher Größe ein, die vorwiegend im Farbspektrum zwischen Blau und Lila changieren. Allerdings findet sich hier und da auch ein roter oder pinker Farbaspekt, der sich auf der güldenen Basis zeigt. Ich dachte, dass "Sceptre" im Tageslicht noch ein bisschen spektakulärer wäre, aber da war es deutlich schwerer, die unterschiedlichen Aspekte des Lacks einzufangen. Der goldene Schimmer zeigt sich da nicht so deutlich, dafür treten eher die lilablauen Flakes in den Vordergrund und von der Grundtendenz her zeigt sich "Sceptre" eher als kühlerer Ton, während unter der Tageslichtlampe das Gold deutlich gelbstichiger wirkt und sich wärmer zeigt. Auf jeden Fall ist das ein Lack, der großen Spaß macht und je nach Lichteinfall unterschiedliche Nuancen zeigt - für mich wohl das schönste Gold in meiner Sammlung (und diese Aussage will was heißen, da ich Gold ja eher selten toll finde).
Über ein passendes Nailart habe ich bei diesem Lack tatsächlich ein bisschen grübeln müsse und bin letztlich bei einer ganz einfachen Version gelandet. Mit Stripingtape habe ich ein paar Streifen auf allen Nägeln abgeklebt und dann mit Priti NYC "Climbing blueberry" drübergepinselt. Ich dachte, dass der cremige Lilaton die Flakies ein bisschen besser treffen würde, aber er ist doch einen Hauch heller. Trotzdem finde ich das einfach Design durchaus passend, denn so kommt "Sceptre" noch entsprechend zur Geltung und kann sowohl sein Gold als auch die farblichen Akzente der Fleks gut zeigen. Auf dem Ringfinger habe ich meine Streifen einfach ein bisschen höher gezogen, weil... ich dachte, dass das fesch aussehen würde, aber so ganz gelungen ist das irgendwie nicht; der Nagel sieht tendenziell ein bisschen nach halbfertig aus...
"Sceptre" war ja tatsächlich mein erster Masuralack und ich muss sagen, dass er mir einen sehr positiven Eindruck von der Marke vermittelt hat. Die Haltbarkeit des Lacks ist vollkommen in Ordnung, das Ablackieren ging zu meinem Erstaunen auch recht einfach, die Flakes haben sich nicht in den Nagelhäuten verkrochen, sondern sich schön ablackieren lassen. Vom Finish her dürfte das tatsächlich der speziellste Lack in meinem Besitz sein, aber auch die anderen können sich durchaus sehen lassen.